Bitte zuerst lesen: Dieses Lab ist optional und kann komplett entfallen.
Das Lab benötigt Internet und das Werkzeug uvx aus dem Python-Paketmanager uv. In vielen Schulungsumgebungen lässt sich uv nicht installieren (fehlende Rechte, gesperrtes Netzwerk, kein Internet). Das ist völlig in Ordnung.
Wenn du uvx nicht installieren kannst, dann überspringe dieses Lab. Der Trainer zeigt es bei Bedarf als kurze Vorführung. Du verpasst nichts Grundlegendes: Das Prinzip von MCP wird auch in der Demo klar.
Ziel
Einen externen MCP-Server (die AWS-Dokumentation) einbinden und eine Frage stellen, die Kiro über dieses Tool beantwortet. So wird sichtbar, wie MCP zusätzliche Fähigkeiten „andockt“.
Voraussetzung prüfen
Im Terminal:
uvx --version
- Kommt eine Version → weiter mit Schritt 1.
- Fehler „nicht gefunden“ →
uvinstallieren (siehe uv Installationsanleitung) oder das Lab als Demo behandeln.
Schritt 1 – MCP-Server konfigurieren
Lege die Workspace-Konfiguration .kiro/settings/mcp.json an:
{
"mcpServers": {
"aws-docs": {
"command": "uvx",
"args": ["awslabs.aws-documentation-mcp-server@latest"],
"env": {
"FASTMCP_LOG_LEVEL": "ERROR"
},
"disabled": false,
"autoApprove": []
}
}
}
Alternativ global unter ~/.kiro/settings/mcp.json. Beim ersten Start lädt uvx den Server automatisch herunter — eine „uvx install“-Aktion gibt es nicht.
Schritt 2 – Server verbinden
- Kiro erkennt die geänderte
mcp.jsonautomatisch (Hot-Reload beim Speichern). - Falls nötig: im Kiro-Panel (Ghost-Icon) → MCP Servers → den Server neu verbinden (Reconnect), ohne Kiro neu zu starten.
- Der Server sollte als „verbunden“ erscheinen und seine Tools anzeigen.
Schritt 3 – Eine Frage stellen, die das Tool nutzt
Suche in der AWS-Dokumentation, wie man einen S3-Bucket mit dem AWS CLI
erstellt, und fasse die Schritte kurz zusammen.
- Beobachte: Kiro wählt automatisch das passende MCP-Tool (Doku-Suche) und nutzt dessen Ergebnis.
- Beim ersten Aufruf fragt Kiro ggf. um Erlaubnis für das Tool (bestätigen).
Erwartetes Ergebnis
Kiro beantwortet die Frage mit Informationen aus der AWS-Dokumentation, die es über den MCP-Server geholt hat — ein Tool, das vorher nicht Teil von Kiro war.
Lernpunkte
- MCP ist ein Universaladapter (wie USB-C): dieselbe Schnittstelle für viele Tools.
- Lokale MCP-Server (Dateien, interne DBs/APIs) halten Daten im Netzwerk; Remote-Server (Doku, Cloud) brauchen Internet.
- Sicherheitsregel: sensible/interne Daten nur über lokale Server; Auto-Approve nur für vertrauenswürdige, lesende Tools (
autoApprovebewusst leer lassen und einzeln bestätigen). - Powers gehen noch einen Schritt weiter: sie bündeln MCP-Tools + Steering + Skills und laden on-demand (Ein-Klick-Installation) — ideal, um Kontext-Overload zu vermeiden.
Lust auf mehr? Kiro kann viel mehr als Code schreiben. Auf der Seite Kreative Ideen mit Kiro zeigen wir Beispiele: Daten aus mehreren Quellen zusammenführen, News auf das Wesentliche kürzen oder Automatisierung über AWS-Dienste wie EventBridge und Bedrock.